Detektei Wiesbaden – Fallbeispiel
Unerlaubte Präsente im Betrieb – verdeckte Prüfung schützt vor Einflussnahme
Im Betrieb von Hans-Hermann K. aus dem Bereich Wiesbaden galt eine klare Vorgabe: Die Mitarbeiter durften keine Präsente im Wert von mehr als fünf Euro von Kunden und Lieferanten annehmen. Das galt zu Weihnachten ebenso wie zu Geburtstagen und Neujahr. Denn gerade zu Weihnachten waren in den vergangenen Jahren die Geschenke der Lieferanten quasi in gleichem Maße größer geworden, wie auch der Wettbewerbsdruck gestiegen war. „Es war fast eine Präsente-Schlacht“, sagte der Firmeninhaber bei einem Auftragsgespräch mit der Detektei S.E.S.
Die Zuwendungen verfehlten ihren Sinn nicht.
Natürlich freut man sich über ein Geschenk, und man will es auch ungern ablehnen
Schließlich wolle man dem Schenkenden nicht auf den Schlips treten und ein schönes oder brauchbares Präsent nicht gerade ausschlagen.
Das Problem aber ist in vielen Fällen, wie auch in diesem, dass sich Mitarbeiter indirekt davon in ihren Entscheidungen beeinflussen lassen. Das gebe zwar selten jemand gern zu, der eine kleine oder große Aufmerksamkeit angenommen hat, aber Erfahrungsgemäß fühlen sich die meisten dem Gönner dann doch irgendwie verpflichtet
Da wird es schwer etwa für den Disponenten einer Spedition, den Auftrag an jemanden zu geben, der etwas billiger ist als der nette Gönner, der am Telefon freundlich wie immer darum bittet, die Ladung fahren zu dürfen
Das Problem: Solcher durch Zuwendungen erzeugter psychologischer Druck auf die Angestellten könne zu beständigen, betriebswirtschaftlichen Fehlentscheidungen und damit zu immensem wirtschaftlichen Schaden führen.
Da hilft nur eines: Die Erlaubnis, Geschenke anzunehmen, auf geringwertige Gegenstände zu beschränken
Doch wer sich einmal an die Vorzüge großer Zuwendungen gewöhnt hat, verzichtet ungern.
Im vorliegenden Fall ging es darum, dass der Auftraggeber annahm, einige seiner Angestellten könnten heimlich trotz des Verbotes hochwertige Dinge von Kunden und Lieferanten beziehen.
Damit wäre das Problem des psychologischen Drucks und der Einflussnahme auf Entscheidungen nicht gelöst.
Um gerichtsverwertbare Beweise dafür zu finden, dass Angestellte tatsächlich weiterhin reichlich beschenkt wurden, ermittelten die Detektive in und um Wiesbaden, der Landeshauptstadt von Hessen, die durch Altes Rathaus, Bergkirche, Erbprinzenpalais, Staatstheater, Staatskanzlei, Kaiser-Friedrich-Therme, Kurhaus und Kurhauskolonnaden, Landeshaus, Marktkirche, Lutherkirche, Museum Wiesbaden, Nerobergbahn Ringkirche, Römertor, Solmsschlösschen, Villa Clementine und Villa Söhnlein-Pabst bekannt ist.
„Aber“, sagt der Ermittler und grinst,
um uns all diese Dinge anzusehen, hatten wir gar keine Zeit.