Detektei Ingolstadt – Fallbeispiel
Gestohlene Sammlermünze vor Weiterverkauf – Undercover-Kauf sichert das Stück
Der Wagen der Detektive bog in die unbefahrene Straße zum Audi-Werk ein, die Fackeln der Petroplus-Raffinerie in der Ferne tauchten die Nacht in dunkelgelben Feuerschein, und auch der Klenzepark lag verlassen dar. Wohin fuhr er nur, der Wagen vor ihnen? Am Vormittag waren die Ermittler der Zielperson schon zu Fuß gefolgt, hatten die ganze Innenstadt durchquert von der Hohen Schule vorbei am Herzogskasten zum Rathausplatz, dann war er in Richtung der Festungsruine „Batterie 94“ gegangen und schließlich doch ins Neue Schloss und das Bayerische Armeemuseum darin gegangen.
Scheinbar interessiert hatte er sich die Ausstellung angehen, und dann tatsächlich von einem Mann im Anzug unauffällig ein kleines Kästchen zugesteckt bekommen. Bingo! Darin war sie wohl, die Münze, nach der sie suchten, und die der Auftraggeber unbedingt zurückhaben wollte. Gestohlen worden war sie ihm, alle Ermittlungen hatten bislang ins Leere geführt, doch die nun beauftragte Detektei S.E.S hatte doch noch eine Spur entdeckt, die andere Fahnder bislang nicht verfolgt hatten.
Nun also fuhr der Mann offenbar ziellos im Auto umher, erst über die Donau, dann zurück, nun auf diese ruhige Straße abseits des Einkaufszentrums. Die Münze, da waren sich die Detektive sicher, steckte noch immer in seiner Tasche.
Offenbar sollte ein weiterer Verkauf stattfinden, denn nach wenigen hundert Metern fuhr die Zielperson an den Straßenrand, schaltete den Motor und das Licht aus und wartete. Die Ermittler entschieden sich zu handeln. Sie steuerten ihrerseits den Parkstreifen an, gingen zur Seitenscheibe des Fahrers.
Zeigen Sie mir die Münze. Ich will sehen ob sie echt ist
Andernfalls müsste er die Polizei alarmieren und das Sammlerstück sicherstellen lassen. Doch das Vorhaben hatte Erfolg. Wortlos griff der Verfolgte in die Tasche und reichte eine kleine schwarze Schachtel durch das geöffnete Seitenfenster. In ihr lag die Münze – so, wie sie den Detektiven von den Fotos bekannt war.