Detektei Frankfurt – Fallbeispiel
Insider-Dokumente verkauft – Ermittlungen sichern Beweise für Datenträger-Übergabe
Frankfurt am Main. Der Mann mit dem Schnauzbart zog den Kragen seiner Lederjacke hoch und folgte dem Herrn im blauen Anzug. Die Konzernzentrale der Commerzbank im Rücken, ging er durch das Bankenviertel, die Aktentasche unter den Arm geklemmt, als dürfe er sie auf keinen Fall verlieren. Vermutlich befanden sich die ausspionierten Unterlagen darin, dachte der Detektiv. Es ging um viel Geld. Dafür hatte der Auftraggeber ihn in Goethes Geburtsstadt zitiert. Tage schon war er dem Mann auf den Fersen, ihm zum offenbar geheimen Treffen auf den Römerberg gefolgt und später zur Westendsynagoge, durch die Altstadt und den Osthafen, mit dem Auto schließlich hatte er den Main über den Eisernen Steg überquert, nichts ahnend, dass man längst hinter ihm her war.
Die Zielperson kannte sich aus in der Bankenlandschaft der Großstadt, wusste, was sich auf dem Parkett der Börse abspielte und wie viel die Unterlagen Wert waren, die er bei seinem Arbeitgeber ausgespäht hatte. Der befürchtete nun, der Angestellte würde das Wissen an die Konkurrenz verkaufen – und die Ermittlungen der Detektei S.E.S hatten ergeben, dass diese Befürchtungen berechtigt waren.
Jetzt mussten die Ermittler nur noch gerichtsverwertbare Beweise für die Tat des Mitarbeiters sichern. Ein paar Straßen weiter war es dann soweit. Der Mann setzte sich auf eine Bank, öffnete den Koffer und übergab einige Papiere an einen anderen Herrn im Anzug. Ein paar Fotos, eine Beobachtungsnotiz auf dem Diktiergerät, und der Beweis war im Kasten.
Wir hatten die Unterlagen zuvor fingiert und mit eine Chemikalie aufgetragen, die an den Fingern haften bleibt und den Täter schließlich eindeutig überführt
Eine Kamera habe zudem aufgezeichnet, wie sich der Mann an den Akten bediente.
Wir mussten letztlich nur noch den Beweis führen, dass er sie tatsächlich an jemanden von der Konkurrenz übergab.