
Auf der Chefetage war man sich sicher: Für diesen Job im Vorstand gab es nur einen Mann. Doch der Deutsche war schon vor einiger Zeit in die Niederlande gezogen, arbeitete dort als Sanierer für ein anderes Unternehmen, pendelte ständig zwischen Den Haag und Amsterdam, um seinen Auftrag zu erfüllen. Zwei Jahre, so hieß es in Branchenkreisen, habe er dafür noch Zeit. Doch so viel hatte man in Deutschland nicht: Das Unternehmen musste sofort mit dem Mann an den Start gehen, um das Ruder noch rum zu reißen.
Doch schon ein Head-Hunter hatte sich an dem Manager die Zähne ausgebissen. Also schlug man einen anderen Weg ein. Eine renommierte Detektei musste den Auftrag übernehmen, musste herausfinden, wie sich der gefragte Mann ködern ließ, wozu er nicht Nein sagen konnte. „Es war ein Auftrag, bei dem es um alles oder nichts ging“, erinnert sich ein Sprecher der Detektei S.E.S mit Stammsitz in Deutschland an den Auftrag.
„Der Mann musste unbedingt das Unternehmen wechseln. Und er war auch noch per Vertrag an den alten Arbeitgeber gebunden. Wir mussten herausfinden, welches Angebot er nicht ausschlagen und wie er dann schnellstmöglich aus seinem Vertrag gelangen konnte.“ Eine knifflige Arbeit, nur verdeckt konnten die Ermittler vorgehen. „Es war nicht einfach. Aber sehr, sehr wichtig für unseren Kunden.“